Newsarchiv 2017

Minister Lucha besucht eine Veranstaltung der Deutschen Rentenversicherung an der Ludwig-Erhard-Schule Sigmaringen

Der Landesminister für Soziales und Integration Manfred Lucha (rechts) mit dem Ersten Direktor der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg Andreas Schwarz (links) und Marlene Gegenbauer (Mitte) von der Niederlassung der Deutschen Rentenversicherung in RavensburgIm Rahmen eines Schulprojekts der Deutschen Rentenversicherung besuchte der Minister für Soziales und Integration Manfred Lucha eine Veranstaltung an der Ludwig-Erhard-Schule, Kaufmännische Schule Sigmaringen. Vertreter der Deutschen Rentenversicherung waren der Erste Direktor der Deutschen Rentenversicherung Andreas Schwarz und Thomas Becker von dessen Pressestelle, beide aus Karlsruhe, sowie Marlene Gegenbauer mit ihrem Team aus Ravensburg. Die Veranstaltung hob darauf ab, das Bewusstsein junger Menschen dahingehend zu sensibilisieren, dass sie bereits in jungen Jahren an die Rente zu denken, um im Alter ihren Lebensstandard zu erhalten.

Was man in jungen Jahren in dieser Hinsicht versäume, bestätigte auch der Minister, „muss man später ausbaden“, denn der Rentenbetrag bilde das Erwerbsleben ab. Erst in fortgeschrittenerem Alter werde einem klar, wie schnell die Jahrzehnte vorbei gegangen seien und man entwickle ein Gefühl dafür, wie relativ nah die Rente doch auch für jüngeren Generationen sei.

Bei einem einführenden Referat informierten die Referenten aus Ravensburg die Klassen des dritten Lehrjahrs der Industriekaufleute und der Einzelhandelskaufleute über die Solidarversicherung und die Aufgaben der Deutschen Rentenversicherung, da bei dieser Altersgruppe der Berufseintritt bevorsteht. Derzeit stehen in Deutschland etwas über 42 Millionen Erwerbstätigen ca. 25 Millionen Rentenberechtigte gegenüber. Daher wird z. Zt. jeder Rentner von rund zwei Arbeitnehmern finanziert. Dieses Verhältnis wird sich verschlechtern, wenn in den nächsten Jahren weitere geburtenstarke Jahrgänge das Rentenalter erreichen.

Da die Rentenversicherung auch für Erwerbsunfähigkeit, aber natürlich hauptsächlich für die Alterssicherung zuständig ist,  hatte das Ravensburger Team einen Alters-Simulatíonsanzug mitgebracht, mit dem man ausprobieren konnte, wie es sich anfühlt, wenn die Beweglichkeit nachlässt, das Gewicht zunimmt und die Sinneswahrnehmungen eingeschränkt sind.  Im Anschluss konnten Fragen an Minister Lucha  und den Ersten Direktor der Rentenversicherung gestellt werden. Auf die Frage nach der Motivation von Sozialminister Lucha, sich politisch zu betätigen, wurde klar, dass er, der aus einem sozialen Lehrberuf kam, sich auf dem zweiten Bildungsweg bis zu einem Fachhochschul-Abschluss fortbildete und schon von Jugend an ein starkes soziales Bewusstsein hatte. „Die Gesellschaft muss für die Hilfsbedürftigkeit sensibilisiert werden“, sagte er und bezeichnete die Gestaltungsfähigkeit unserer Lebensumstände als hohes Gut. Er ermahnte auch seine Zuhörerinnen, durch Berufstätigkeit für ihr Alter vorzusorgen und verwies auf jüngste Maßnahmen der Politik, die auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf abzielen. Als ersten Erfolg wertete er die Erhöhung der Geburtenrate innerhalb der letzten zwei Jahre von 1,4 auf 1,6 Kinder pro Frau. Die staatlichen Kinderbetreuungsgesetze hätten zur historisch höchsten Zahl von Sozialversicherungspflichtigen in Deutschland geführt. Er forderte die Anwesenden auf, diese hervorragenden Bedingungen zu nutzen, denn „alle müssen erwerbstätig sein, um Altersarmut vorzubeugen“. Auf die Frage, ob junge Mensch sicher sein könnten, in späteren Jahrzehnten noch Rentenzahlungen zu erhalten, antwortete er, es sei gesellschaftlicher Konsens, alte Hilfsbedürftige nicht im Stich zu lassen und die Umlageversicherung, bei der die Erwerbstätigen die derzeitigen Rentenzahlungen finanzieren, sei das beste Modell. Für ein Funktionieren in späteren Jahrzehnten seien allerdings Frieden, Stabilität und Sicherheit in Europa die Voraussetzungen. Weitere Bedingungen, den Lebensstandard im Alter zu halten, seien aber auch, dass Erwerbstätige durch Bildung ein einträgliches Einkommen erzielen würden. Diese Aussagen bestätigte auch der Erste Direktor der Rentenversicherung  Schwarz. Er erinnerte daran, dass die Rentenversicherung nicht nur eine Alterskasse sei, sondern eine Sozialversicherung, die auch dem Zweck diene, jüngere Menschen in die Lage zu versetzen erwerbstätig sein zu können. Dabei verwies er auf die Erwerbsminderungsrente sowie Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen, die von der Rentenversicherung finanziert werden. Als Garantie für ein weiterhin funktionierendes Sozialversicherungssystem bezeichnete er den Konsens in der Gesellschaft wie auch Politiker, die sich für Soziales engagieren würden.

Um die Rehabilitationsmaßnahmen anschaulich zu machen, die von der Deutschen Rentenversicherung bezahlt werden, stießen Klaus Ernst Harter, Leiter der Suchtberatungsstelle der Caritas, und ein einstmals mehrfach suchtabhängiger 35-Jähriger zu der Veranstaltung hinzu. Der junge Mann schilderte seine frühere zunehmende Suchtabhängigkeit, bedingt durch seine damaligen Lebensverhältnisse, und das daraus resultierende langsame Abdriften in die Kriminalität. Daneben machte er den Zuhörern klar, dass nach dem Entzug jederzeit der Rückfall drohen könne, da Suchtanfälligkeit nicht heilbar ist. Dank seiner nun stabilen familiären und beruflichen Lebenslage und infolge der Entzugs- und Rehabilitationsmaßnahmen ist ihm seit Jahren die Eingliederung in die Gesellschaft gelungen.

  • RV Minister13
  • RV Minister33
  • RV Minister38
  • RV Minister46
  • RV Minister51
  • RV Minister54

wappen landkreis

VirtuaLES

DSB mobile

Schulkalender

Mittwoch, 22. November 2017
Studieninformationstag
Samstag, 25. November 2017
Kleiner Infotag
Mittwoch, 29. November 2017
Bankberatungstag
Freitag, 8. Dezember 2017
One-World-Day
Freitag, 22. Dezember 2017
Weihnachtsferien

Wochenplan

 Schuljahr 2017/2018

Schuljahreskalender 2017 18

Blockplan Bank

Blockplan Automaten

 Button Unterrichtstage Berufsschule