Newsarchiv 2017

Werkschau Literatur- und Theaterkurs WG 13

Theater2 Vorschau„Es sind nicht die Männer des einen Volkes schlecht und die des anderen Volkes gut. Der Krieg macht sie zu Tieren.“, sagt die trojanische Königin Hekabe zu ihrer zum Tod verurteilten Tochter Polixena. Troja ist zerstört, seine Helden besiegt. Was ist das Schicksal der Frauen und Kinder, die durch den Krieg alles verloren und nun ungeheuer großes Leid erfahren? Mit diesem schweren Stoff frei nach der Tragödie „Die Troerinnen“ des antiken griechischen Dichters Euripides beschäftigten sich die zwölf Schülerinnen und Schüler des Kurses „Literatur und Theater“ der Klasse 13 unter Leitung ihrer Lehrerin Waltraud Goller-Bertram.

Während des Schuljahres schrieben sie nach der Beschäftigung mit der Tragödie des Euripides eine eigene szenisch freie, stark chorische Bearbeitung mit dem Titel „Die Frauen von Troja“. Deren Aufführung fand nun – mitten im Abitur – als Werkschau im Foyer der Schule vor Publikum statt. Dabei fehlte es nicht an Aktualisierungen, die an die kriegerischen Auseinandersetzungen und die Schicksale der Unterdrückten und der unschuldigen Opfer der kriegerischen Auseinandersetzungen unserer Zeit erinnerten. Beeindruckend war auf der Bühne zu sehen, wie die Zivilbevölkerung leidet: Wie in der Folge jedes Kriegs waren die trojanischen Kinder schutzlos dem Tod ausgeliefert, Frauen trauerten um ihre Männer, Söhne und Brüder. Sie waren der Willkür der Sieger, der körperlichen und sexuellen Gewalt, der Sklaverei und dem Tod ausgeliefert. Bedrückend verliehen die Lieder der Schauspielerinnen, die eingespielte Musik sowie das Trommeln zweier Schüler auf Cajons den seelischen Qualen Ausdruck. Besonders in der tragischen Figur der Königin Hekabe, die nicht nur ihren Mann Priamos, sondern auch ihre Söhne Hektor, Paris und Polydoros  verloren hatte, wurde das Schicksal von Frauen im Krieg deutlich. Denn auch ihre Töchter Polixena und Kassandra wurden geschändet, getötet und versklavt. Dieses Geschehen kontrastierte mit dem anfänglich gezeigten selbstgedrehten Film in Endlosschleife, der das Leben vor dem Krieg bildhaft in Form eines Balls zeigte, wie auch die Darstellung derer, die aus dem Krieg ihren Gewinn ziehen. In diesem Fall wurde eine vordergründige Profiteurin durch die Figur der Helena verkörpert, berühmt durch ihre Schönheit und ehemals Frau des griechischen Königs Menelaos, deren Raub durch den trojanischen Prinzen Paris den Trojanischen Krieg auslöste, und die sich nach Kriegsende und Paris‘ Tod leichtlebig einem neuen, siegreichen Mann zuwendet. Sie sieht nur ihre eigene „Erfüllung durch Liebe“ und die Gelegenheit, dem Schicksal der anderen trojanischen Frauen zu entgehen. So zeigte das Stück nicht nur, was der Krieg durch Tod und Zerstörung anrichtet, sondern was er aus den Menschen macht.

Theater451 VorschauDas Publikum war beeindruckt von der Tragödienbearbeitung und den schauspielerischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler wie auch von der Regieleistung von Waltraud Goller-Bertram, die nicht nur Fachlehrerin für Deutsch und Französisch ist, sondern auch eine theaterpädagogische Ausbildung hat. Schulleiterin Michaela Breu drückte in einer kurzen Ansprache ihre unverhohlene Bewunderung aus und überreichte Blumen als Dank. Auch Waltraud Goller-Bertram bedankte sich bei ihrem Abiturkurs für die überaus gelungene Aufführung dieses schweren Themas. Sie erläuterte, dass das Erarbeitete des Abitur-Wahlfachs „Literatur und Theater“ den Vorgaben des Lehrplans entspreche und dass außer den schriftlichen Klausuren selbstverständlich auch das Lernen am Projekt und praktische Klausuren, wie z. B. diese Werkschau, gehören.

Mitwirkende waren (z. T. in Doppelrollen):

 Nicolas Chucks Soldat und Cajon 
 Kim Gaiser Taltybios 
 Anna Krokowski  Andromache
Gloria Kühnapfel  Chorfrau und Erzählerrolle
 Céline Lichtmess  Kassandra
 Bianca Michalski  Menelaos und Chorfrau
 Rissala Osseni  Hekabe
 Rebecca Rädle  Helena und Chorfrau
Lena Schaarschmidt Polixena
Jan Welz Soldat und Cajon
Leandra Wolf Polyxena und Chorfrau

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