Vom 24. Februar bis zum 3. März 2026 öffnete das Wahllokal für die Juniorwahl an der Ludwig-Erhard-Schule Sigmaringen. Die SchülerInnen durften klassenweise eine Wahl unter realen Bedingungen durchführen. Anlass war die kommende Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg.
Die Juniorwahl ist in ein didaktisches Konzept, das auf zwei Säulen basiert: Die erste Säule umfasst die intensive unterrichtliche Vorbereitung, die die Lehrkräfte selbst in ihren Klassen durchführten. Inhaltlich wurden Themen wie die Demokratie als Staatsform, der Ablauf und die Funktion von Wahlen oder das deutsche Parteiensystem behandelt. Die zweite Säule und Höhepunkt des Projektes stellt der eigentliche Wahlakt dar. Organisiert wurde er mit Unterstützung von Lehrkräften von den Schülerinnen und Schülern selbst, denn sie bildeten einen Wahlvorstand, führten ein Wählerverzeichnis und erhielten Wahlbenachrichtigungen und Wahlkabinen und -urnen. Ihre Stimme konnten die SchülerInnen dann bei einer klassischen, realitätsgetreuen Wahl abgeben.
Ziele der Juniorwahl waren, zum einen, das Interesse der Jugendlichen an Politik zu fördern und deren Begeisterung für politische Teilhabe und gesellschaftliches Engagement zu wecken. Zum anderen sollten Meinungsbildungsprozesse gefördert und das Urteilsvermögen gestärkt sowie Wertschätzung für unsere demokratisches System vermittelt werden.
Gerade in Zeiten demokratiefeindlicher Tendenzen ist politische Bildung heute wichtiger denn je. Politische Gleichgültigkeit, das Misstrauen gegenüber politischen Akteuren und die fehlende Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, stellen Herausforderungen für parlamentarische Demokratien dar. Deshalb wollen wir an der LES mit der Juniorwahl zu Verantwortungsübernahme und aktivem Engagement ermutigen.




